03.07.2008 | Anna Baylis-Scheiderbauer erneut Zweite bei Xterra Global Tour in Tschechien
Ehemann Jörg außer Form
In ihrer zweiten Xterra Saison ist Anna Baylis-Scheiderbauer aus der Weltspitze nicht mehr wegzudenken. Nach einem herausragenden zweiten Platz bei ihrer Xterra Saisoneröffnung in Wales, konnte die gebürtige Australierin an diesem Wochenende ihren großen Erfolg wiederholen. Lange sah es so aus, als ob die Profisportlerin in Tschechien die Nase am Ende sogar ganz vorn haben würde. Nach der 1,2 Kilometer langen Schwimmstrecke und 35 Kilometern auf dem Mountainbike führte Baylis-Scheiderbauer das Feld an. Der erste Saisonsieg schien in greifbarer Nähe. Auf den abschließenden 10 Kilometern Laufen, zeigte die Wahl-Offenburgerin jedoch leichte Schwächen: „Ich hatte sehr schwere Beine und spürte immer noch das extrem harte Rennen von letzter Woche“, erklärte sie nach dem Zieleinlauf. Nach rund vier Kilometern wurde Baylis-Scheiderbauer von der Österreicherin Carina Wasle überholt, die keinerlei Ermüdungserscheinungen zeigte und sich am Ende souverän den Sieg holte. Die Australierin ging am Ende als Zweite durchs Ziel.
Jörg Scheiderbauer musste erschöpft aufgeben
Ehemann Jörg war an diesem Wochenende überhaupt nicht in Form. Nach der ersten Hälfte der Laufstrecke musste der ehemalige Mountainbike-Profi erschöpft aus dem Wettbewerb aussteigen. Scheiderbauer hatte beim Schwimmen versucht den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten und dabei zu viel Kraft verschenkt. „Das war ein großer Fehler“, gestand sich der Offenburger nach dem Rennen ein. „Wichtig ist vor allem, dass ich meine Stärke im Mountainbiken wieder zurück gewinne und damit einen Vorsprung heraus fahren kann, um eventuell die beim Schwimmen verlorenen Meter wieder auszugleichen!“ Beim nächsten Wettkampf könnten ihm, als Mountainbike-Spezialisten, die extremen Höhenunterschiede der Radstrecke entgegen kommen.
Denn für Jörg Scheiderbauer und Ehefrau Anna geht es bereits kommendes Wochenende zum Xterra Weltcup in die Südfranzösischen Alpen nach Auron.
03.07.2008 | Kalivoda und Hödlmoser teilen sich Sieg beim 24 Stunden MTB Rennen in München
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen erfolgte pünktlich um 13 Uhr der Startschuß gemeinsam von Anni Friesinger und SPD-Vorsitzenden Franz Marget. Da die Einzelstarter zuerst auf eine verkürzte Startrunde geschickt wurden, hatte man sofort einen Überblick an welcher Position man sich befand. An der Spitze machten von Beginn an der Vorjahressieger und WM-Dritte Thomas Widhalm (AUT), Ex-Europameister und Sieger der Salzkammergut-Trophy Thomas Hödlmoser (AUT) und der amtierende 24 Stunden Weltmeister Michael Kalivoda (GER) ein höllisches Tempo und konnten sich schon am ersten Berg vom Rest des Feldes absetzen.
Das Trio harmonierte in den ersten zwei Stunden sehr gut und schnell konnte ein beruhigender Vorsprung auf die Verfolger Michel Kochendörfer (GER) und Claudio Pellegrini (ITA) herausgefahren werden. Leider musste sich Thomas Widhalm aufgrund von Magenproblemen vorzeitig aus der Spitzengruppe verabschieden und später auch das Rennen beenden. Hödlmoser und Kalivoda hielten das Tempo trotzdem mit Rundenzeiten von 22 Minuten auf dem 8,6 Kilometer langen Rundkurs durch das Olympiagelände hoch, der mit 140 Höhenmeter einige sehr giftig steile Anstiege aufwies. Und so konnte bis zur Lichtmontage gegen 21:30 Uhr schon ein beruhigender Vorsprung von zwei Runden herausgefahren werden. Ab diesen Zeitpunkt entschied man sich das Tempo im Hinblick auf die 24 Stunden Weltmeisterschaften in vier Wochen und der rutschigen Wiesenabfahrten während der Nacht etwas zu drosseln. Über die Betreuer am Streckenrand wurden Hödlmoser und Kalivoda ständig über die Zeitabstände informiert. Hatte man sich anfangs noch konsequent mit der Führungsarbeit ständig abgewechselt, übernahm der stark fahrende Kalivoda ab den frühen Morgenstunden fast ausschließlich diese Aufgabe und man einigte sich auf einen gemeinsamen Sieg beim größten 24 Stunden MTB-Rennen Europas. Nach ca. 20 Stunden Fahrzeit stellten sich auch beim Weltmeister Magenprobleme ein und er musste desöfteren einen Boxenstopp einlegen. Man verständigte sich darauf, dass Thomas Hödlmoser weiterfahren und Kalivoda dann wieder langsam zu ihm aufschließen solle. Da der Vorsprung auf dem Italiener Pellegrini beruhigende drei Runden aufwies, brauchte man zu keinem Zeitpunkt mehr in Hektik verfallen. In der letzten Rennstunde musste der Garmisch-Partenkirchner abermals einen dreiminütigen Stopp einlegen und diesen Zeitverlust hätte er unter normalen Umständen nicht mehr auf seinen Begleiter aufholen können aber der Österreicher zeigte großen Sportsgeist und wartete bei Kalivodas Betreuern um die letzen Meter ins Ziel gemeinsam zu fahren. Somit legten die beiden Athleten mehr oder weniger gemeinsam ziemlich genau 500 Kilometer und 8000 Höhenmeter zurück und bewiesen eindrucksvoll, dass im Rennen nicht immer nur ein gegeneinander sondern auch ein miteinander zum Erfolg führen kann.
Die beiden Sieger waren im Ziel auch aufgrund der Hitze von den Strapazen gezeichnet, betonten aber bei der Siegerehrung auch die gute Organisation und Streckenführung durch den Veranstalter. Für Michael Kalivoda gilt es nun gut zu regenerieren und sich vielleicht in Sachen Rennverpflegung etwas umzuorientieren, dass die Magenproblematik nicht bei den Weltmeisterschaften in knapp vier Wochen auftritt. Thomas Hödlmoser ließ noch offen, ob er zu den Titelkämpfen im oberbayerischen Ruhpolding antritt.
Ergebnisse:
1.Platz Hödlmoser Thomas/Rad-Angerer.at 58 Runden 23:55:39 Stunden
1.Platz Kalivoda Michael/Team
GHOST/eatandwin.de 58 Runden 23:55:39 Stunden
3.Platz Pellegrini Claudio/GS Cicli Bonadei 56 Runden 24:10:34 Stunden
26.06.2008 | Sabine Spitz ist die neue Nr. 1
In der neuen MTB Weltrangliste der UCI belegt die Vize- Weltmeisterin Platz 1, kontinuierliche Top Platzierungen
In der am 25.06. neu erschienenen Mountainbike Weltrangliste des Radsport Weltverbandes (UCI) hat Sabine Spitz (Murg-Niederhof) vom central GHOST Pro Team die oberste Stufe erklommen. Nach vielen Topplatzierungen in der laufenden Saison wird sie nach 2002 und Anfang 2007 zum dritten Mal als Weltranglisten- Erste geführt. In die Mountainbike Weltrangliste fließen alle Ergebnisse von UCI Rennen der letzten 365 Tage ein. Damit wird über das Ranking eine Gesamt- Jahresleistung abgebildet. Nur wer bei den UCI Rennen kontinuierlich Punkte sammelt, kann in der Weltrangliste oben stehen „Das ist eine schöne Bestätigung meiner Erfolge seit dem letzten Jahr“ freute sich Sabine Spitz über diese besondere Ehre, die Ihr bisher als einzige Deutsche zu Teil wurde. Auf Rang eins abgelöst hat die frischgebackene Vize- Weltmeisterin, die russische Ex Weltmeisterin Irina Kalentieva, die vor gut einem Jahr die Führung übernommen hatte. Sabine Spitz führt jetzt mit 105 Punkten auf die Russin. Der Vorsprung auf die Dritte, Marie Helen Premont (CAN) beträgt schon komfortable 375 Punkte. Über die Weltrangliste wird auch die Startaufstellung bei den Olympischen Spielen bestimmt.
Weltrangliste vom 25.06.2008
Platz - Platz alt - Name - Land - Punkte
1 - 2 - SPITZ Sabine - GER - 2365
2 - 1 - KALENTIEVA Irina - RUS - 2260
3 - 3 - PREMONT Marie-Helene - CAN - 1990
4 - 4 - LIU Ying - CHN - 1559
5 - 6 - FULLANA RIERA Margarita - ESP - 1540
Anlage, Foto (Ralf Schäuble): Sabine Spitz
25.06.2008 | Markus Klausmann bei der WM und beim Weltcup
Die letzten vier Wochen ist Markus Klausmann beinahe quer durch Europa gefahren und jedes Wochenende stand ein wichtiges Race-Event auf dem Programm.
Zunächst ging es Richtung Westen nach Andorra. Kurz vor dem Ziel in den Pyrenäen hat dann das Wohnmobil den Geist aufgegeben. Wie es sich später herausstellte, war die fordere rechte Gelenkwelle defekt. Bis das Wohnmobil in der Werkstatt war, die Ersatzteile bestellt waren und ein Leihfahrzeug organisiert war ging gleich mal ein Tag drauf – der eigentlich fürs Training eingeplant war. Entsprechend aufgekratzt ging Markus Klausmann dann in die Quali beim Weltcup, die natürlich nicht berauschend lief. Ebenso wenig das Rennen am nächsten Tag: Platz 47.
Danach ging die Reise gleich weiter nach Fort William zum Weltcup. Nach der langen Fahrt hatte Markus Klausmann hier zumindest einen Tag Zeit zum entspannen. Das Training lief gut und die Quali war mit dem 32. Platz auch ganz okay. Beim Rennen ist ihm dann kurz vor dem Ziel die Kette aus der Führung gesprungen und er stürzte. Tja, das war’s dann mit dem zweiten vergeigten Weltcup.
Nächste Station war das Wheels of Speed in Willingen. Das Fahrerfeld war richtig gut besetzt. Mit den gigantischen Sprüngen hat es die Strecke ordentlich in sich. Die Erinnerung an seinen gebrochenen Halswirbel sitzt immer noch fest und deswegen geht Markus Klausmann dort auch immer mit einer gehörigen Portion Respekt an den Start. Da die Strecke relativ kurz ist kann man sich aber auch keinen Patzer leisten. Einmal aus dem Rhythmus oder gestrauchelt und man findet sich auf der Ergebnisliste irgendwo unter „ferner liefen…“. Beim Start ist Markus Klausmann ganz gut weg gekommen. Aber im Mittelteil ist er dann eine Sekunde von der Strecke abgekommen und es hat nur noch für Platz 11 gereicht.
Die nächste Station war dann die WM in Val die Sole. Anfang der Woche hat es nur geschüttet und es war die reinste Schlammschlacht. So oft gestürzt war er schon lange nicht mehr wodurch er auch heute noch Schmerzen hat. Beim Training ist jeder, aber auch wirklich jeder mehrmals täglich im Schlamm gelandet. Die Strecke hat dann zum Rennen noch ganz gut abgetrocknet. Das Profil ist steil, ruppig und sehr technisch – genau sein Ding eigentlich. Die Motivation war da und er versprach sich auch einen Platz unter den Top Twenty. Die technischen Passagen liefen dann auch richtig gut. Aber Klausmann kam trotzdem nicht so richtig in den Tritt und der Rhythmus hat gefehlt. Dadurch ist er mit viel Krafteinsatz gefahren, der ihm viele Körner gekostet hat. Quali und Rennergebnis waren beides Mal Platz 19. Damit ist Markus Klausmann zufrieden und es zeigt, dass es jetzt wieder aufwärts geht.
Da beim Rennen immer viele Faktoren eine Rolle spielen, wäre bei der WM sicher auch noch mehr drin gewesen. Die Strecke veränderte sich von Stunde zu Stunde so hatte z.B. die deutsche Mannschaft bis zum Start keine Info über den aktuellen Zustand der Strecke; ob wirklich schon alles abgetrocknet war, oder ob es noch wie bei der Quali ein paar rutschige Stellen gab. Bei anderen Mannschaften waren zig Leute vom Verband an der Strecke und haben jede Kleinigkeit durchgegeben. So etwas führt sicher nicht allein zum Sieg – aber es kann wertvolle Zehntelsekunden liefern für eine Attacke an der richtigen Stelle.
Die nächsten vier Tage geht Markus Klausmann jetzt erst mal ruhiger an. Danach geht es nach Thale zum iXS Cup.
25.06.2008 | Team GHOST International: 8 Platz für Osl bei der UCI Mountainbike Weltmeisterschaft in Italien
Durchwachsen waren die UCI Mountainbike Weltmeisterschaften im olympischen Cross Country für die Damen des Team GHOST International in Val di Sole am vergangenen Samstag. Für Elisabeth Osl waren die fünf Runden auf dem WM-Kurs bei außergewöhnlich schwülem Wetter eines der härtesten Rennen ihrer Karriere. Nach der ersten Runde auf Rang 17 gelegen, konnte sich die junge Österreicherin kontinuierlich nach vorne arbeiten und ging dabei an ihre letzten Kraftreserven. Bis zur Hälfte des Rennens gelang es Osl sieben weitere Fahrerinnen zu überholen und belegte in Runde drei Rang zehn. Am Ende kam sie mit rund fünf Minuten Rückstand auf die Siegerin Margarita Fullana auf einen ausgezeichneten und verdienten 8. Platz. „So fertig war ich selten nach einem Rennen“, gab die 24-Jährige nach der Zieleinfahrt zu. Das Rennen dominierten von Anfang an die Spanierin Fullana und Sabine Spitz aus Deutschland, die am Ende wie schon 2007 Vize-Weltmeisterin wurde. Dritte wurde die Russin Irina Kalentieva.
Weniger erfolgreich verlief das Rennen für den zweiten Neuzugang des Team GHOST International. Für Rosara Joseph aus Neuseeland war es jedoch der erste Wettkampf nach ihrer schweren Verletzung beim Weltcup im April dieses Jahres in Houffalize/Belgien. Angesichts ihrer langen Zwangspause noch lange nicht in Höchstform, erreichte sie in Italien einen respektablen 30. Platz.
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