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28.07.2010 | 4. Lauf zum Mountainbike Weltcup Champéry/SUI

Sabine Spitz wird Siebte beim Weltcup in Champéry, Lisi Osl nach Sturz auf 9, Anja Gradl auf Rang Worldcup Champery 201030
Mit einem kaum erwarteten siebten Platz hat Sabine Spitz den vierten Weltcuplauf der Saison in Champéry, Schweiz beendet. Gemeinsam mit Lisi Osl, die Neunte wurde, und Anja Gradl auf Rang 30 kam das central Pro Team in der Teamwertung auf den dritten Rang.

Für Sabine Spitz war die Ausgangsposition alles andere als gut. Startplatz 47 ist immer ein Handicap, aber auf dem 4,3 Kilometer langen Kurs im Schweizer Wallis war er es noch mehr als sonst. Sehr schnell wurde es eng und weil die Strecke vom Regen sehr aufgeweicht war, blieb auch Sabine Spitz nicht viel anderes übrig als das Bike immer wieder zu schieben. „Es war sehr schwer da durchzukommen“, bekannte die Olympiasiegerin. So hatte sie bereits nach der 3,2 Kilometer langen Startloop 1:29 Minuten Rückstand auf die spätere Siegerin Nathalie Schneitter (Schweiz, 1:45:40). Am Ende waren es 5:10 Minuten. Etwa zur Hälfte der Konkurrenz schloss die Deutsche Meisterin zu einer Verfolgergruppe auf, die von Rang sieben bis 13 reichte. In der befand sich auch Lisi Osl. Auch die Tirolerin war von hinten gekommen. „Ich hatte einen schlechten Start und bin erst zur Mitte des Rennens gut rein gekommen“, erklärte Osl.

Ab diesem Zeitpunkt entstand in dieser Gruppe immer wieder ein Ziehharmonika-Effekt. Lisi Osl setzte sich an die siebte Position und schien auf einem guten Weg sich diesen Platz zu sichern. Doch an einem Sprung machte sie einen Fehler und sie kam zu Fall. „Ich bin mit dem Kopf aufgeprallt und hatte für kurze Zeit Probleme mit dem Gleichgewicht“, berichtete die Österreicherin. Sabine Spitz und die Katrin Leumann (SUI) gingen an ihr vorbei. Sabine Spitz konnte sich dann gegen die Europameisterin durchsetzen und acht Sekunden vor ihr die Ziellinie überqueren. „Die Form ist gut, aber ich bin auch mit der Platzierung zufrieden. Das konnte ich kaum erwarten“, bilanzierte die 38-Jährige. Lisi Osl rettete den neunten Rang ins Ziel (+5:35). „Ich kann froh sein, dass mir nicht mehr passiert ist“, meinte sie zu ihrem kapitalen Sturz.

Rund acht Minuten später kam Anja Gradl als 30. ins Ziel. Sie war ordentlich gestartet, doch dann stellten sich Probleme ein. Sie ist mit dem Kurs „einfach nicht zurecht gekommen“, so Gradl, aber sie habe auch „brutal schwere Beine“ gehabt.
Team-Manager Ralf Schäuble sah im siebten Platz von Sabine Spitz ein Ergebnis, das für deren nächstes großes Ziel, die Titelverteidigung bei der Marathon-WM, „viel Selbstvertrauen gibt“. „Es war ein Tag mit Licht und Schatten. Lisi kann sicher mehr. Sie hat erst spät zu ihrem Leistungsvermögen gefunden. Warum, das müssen wir analysieren. Aber zwei Sportler in den Top-Ten ist immer gut“, zog er seine Bilanz.


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