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GHOST Factory Racing: Alexandra Engen im Interview

Wer steckt eigentlich hinter dem altbekannten Namen Alexandra Engen? Bis wann sie die Weltherrschaft übernehmen möchte und warum sie ihr Trainer T-Rex nennt….

 

Wer ist eigentlich Alexandra?

Sie ist eine begeisterte und willensstarke junge Frau, die manchmal spricht bevor sie überlegt und am liebsten Zeit mit Freunden verbringt. Sie hat genauso viel Freude an einem guten Buch oder einem Knäuel Wolle wie einem geilen Downhill im Schlamm oder einem schwierigen Intervall Training. Und sie sagt nie nein zu einem lecker gekochten Essen .... oder Schokolade.

 

Warum ausgerechnet Cross Country und kein Ballett?

Ist Cross Country nicht wie Tanzen mit deinem Rad? Schlamm, enge Kurven, einen langen Anstieg bewältigen, rotes und oranges Herbstlaub auf der Erde, die letzten Meter in einem Sprint-Finale, frische Morgenluft, hohe Geschwindigkeit auf einem engen Trail... Was muss ich noch sagen?  

 

Das GHOST Factory Racing Team steht aus deiner Sicht für…?

Ich hatte die letzten fünf Jahre die Ehre, mit diesen verrückten und tollen Leuten um die Welt zu reisen, auf den besten Bikes in der ganzen Szene brillante Trails zu fahren. Wir haben große Siege gefeiert und sie haben mich nach Niederlagen tröstend umarmt. Das GHOST Factory Racing Team bedeutet für mich sowohl Arbeit als auch Familie und Abenteuer. Ich kann mich auf unser Team verlassen, da ich weiß, dass sie 100 Prozent geben. Während der letzten schwierigen Jahre hatte ich die Unterstützung des Teams, nun hoffe ich, dass ich mit ihnen in der kommenden Saison wieder Siege feiern kann.


Wie trainierst du am liebsten: in der Gruppe oder für dich allein?

Auf jeden Fall beides! Wenn absolute Konzentration gefragt ist, wie zum Beispiel bei einer schwierigen Langhanteltrainingseinheit oder bei einer Pedaliertechnikübung, bin ich lieber alleine. Aber lange Touren machen meistens viel mehr Spass, wenn man mit anderen fährt. Ich fahre gerne schwierige Trails mit anderen guten Fahrern. So trauen sich meistens alle mehr zu und werden besser. 

 

Welche Rückschläge haben dich in deiner Karriere am stärksten geprägt?

Bei meinem ersten Junioren Weltcup nach einer Runde aufgeben zu müssen und wegen Überhitzung in einem Bach zu enden hat mich gelehrt, für eine bevorstehende Aufgabe immer sehr gut vorbereitet zu sein. In den letzten drei schweren Jahren, in denen ich den Rennsport erst aufgeben musste und in denen ich mich nach einem Burnout langsam wieder hoch gearbeitet habe, habe ich mehr gelernt als ich hier schreiben könnte. Unter anderem habe ich viel gelernt in Bezug auf Geduld, Ausruhen, den Wert anderer, die sich um einen sorgen, Güte und die Kunst „nein“ zu sagen.


Wie hast Du Dich wieder aufgerappelt?

Es ist wirklich erstaunlich, wie sich acht Monate Schlaf auf die Gesundheit auswirken ;) Jetzt mal im Ernst, ich musste einen Schritt zurücktreten und eine breitere Perspektive bekommen. Denk mal nach. Bete. Akzeptiere die Hilfe von fähigen Leuten. Arbeite hart. Ändere Deine Sichtweise. Mach einen Plan. Arbeite noch härter. Finde eine Balance. Jetzt fang ich langsam an die Früchte meiner Arbeit zu sehen. 

 

Essen: Ein wichtiges Thema für dich?

Ja, weil mein Körper mein Arbeitsgerät ist und weil ich auch die gesamte Erfahrung, die Essen bringt, schätze. Vom Geschmack und Duft bis hin zu guten Zutaten und der Essenskultur verschiedener Länder. Ich variiere meine Ernährung je nach Jahreszeit. In den Monaten vor großen Rennen ist meine Ernährung strenger und im Winter etwas lockerer. Ich konzentriere mich darauf, meinem Körper zu geben was er braucht und zum Schluss mit was Leckerem zu verwöhnen. HMMMM! 

 

Gibt es ein Vorbild in deinem Leben, dem du nacheiferst?

Mich inspirieren Leute, die tun was sie lieben und dankbar dafür sind, dass sie die Möglichkeit haben, dies zu tun.

 

Wo siehst du dich in vier Jahren?

Ich habe absolute Dominanz über die ganze Welt.

 

Interview Schnellschüsse:

Nivolet oder FR AMR? FR AMR, aber immer! Die Leute brauchen mehr Schlamm? 

Skinsuit oder Baggy? Beides, kommt auf den Anlass an.

Makeup oder Schlammpackung? Hier muss ich mit Schlammpackung antworten...

Gondel oder selber treten? Selber treten. Man sieht viele schöne Dinge auf dem Weg nach oben. 

Teamplayer oder Einzelkämpfer? Teamplayer. 

Riegel oder Gel? Riegel. Am liebsten mit Schokolade drin.

Süßes oder Saures? Saures.

Wein oder Wasser? Hmm, beides?

Kaffee oder Tee? Beides. Die bessere Qualität siegt.

Sushi oder Steak? Mein Trainer nennt mich manchmal “T-Rex”.

Pizza oder Pasta? Kartoffeln?

Müsli oder Sandwich? Sandwich. Selbst gebackenes Brot. Mit Schinken. 

Selber kochen oder kochen lassen? Kommt darauf an, wie lange das Training gedauert hat. 

facebook oder Instagram? Facebook. 

Fernsehen oder Netflix? Netflix

Star Wars oder 50 Shades of Grey? Star Wars

Abendkleid oder Jogginghose? Abendkleid

Highheels oder Sneakers? Lederstiefel

Aksel Lund Svindal oder Mattias Ekström? Aksel

Rampage oder Tour de France? Rampage

Traummann oder Traum Bike? Ohh, das ist schwierig. Traummann auf einem Traumbike? 

Trocken oder Nass? Nass

Strand oder Schnee? Schnee

 

Fotos (©GHOST / MAASEWERD FOTOGRAFIE) 

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