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E-Bike Desert Challenge: Mit dem Fahrrad durch die Wüste

Vier Tage. 350 Kilometer. Unser HybRide SLAMR auf den staubigen Trails Marokkos.

Bei der E-Bike Desert Challenge, einem Etappenrennen in der Wüste Marokkos, konnten E-Biker aus der ganzen Welt ihr Können und ihre E-Mountainbikes unter Beweis stellen. Beim Rennen ging es über Sand-Dünen, durch uralte Oasen und Städte, technische Felspassagen und über kahle Berge. Die Herausforderung bei diesem neuartigen, spannenden Rennen war neben der Geschwindigkeit vor allem die Navigation durch die Wüste. Teilnehmer Günter Kast war mit seinem HybRide SLAMR X dabei und erzählt euch, wie es war.

E-Bike Desert Challenge

 

 

 

350 Kilometer durch Marokko

4 Tage Wüstenetappen

27. Dezember 2018 bis 01. Januar 2019

Drei Wertungsklassen: E-Bike 25, E-Bike 45 und Open

Fünfzehn Teilnehmer aus vier Ländern

www.desert-challenge.com

 

Tag 1 – Technischer Downhill und Oasen-Irrgarten

Hier bin ich nun. Auf der E-Bike Desert Challenge 2018. Einem neuen Event, das Wettbewerb und Abenteuer in der Wüste Afrikas verspricht. Die erste Etappe führt 50 Kilometer lang durch Oasen. Aber was so einfach klingt, ist gar nicht so leicht zu bewältigen. Direkt nach dem Start steht der legendäre Track "Tim‘s Downhill" auf dem Programm, der eine einzige Herausforderung für die Fahrtechnik ist. Nur fünf Teilnehmer, darunter Heike Schmid als einzige Frau, fahren den Abschnitt, der Rest musste schieben.

Der weitere Weg führt durch die 100 km2 große Oase des Tafilatets. Die neue Herausforderung ist ein Irrgarten von kleinen Pfaden. Welcher Weg ist wohl der richtige? Überall lauern Gefahren auf uns: Kleine gemeine Dornen pflastern den Weg, die sich schnell im Reifen festfahren. Gut, wer hier mit Dichtmilch vorgesorgt hat und tubeless fährt. Strahlend und gut gelaunt erreichen wir den ersten Check Point. Die Akkus der Bikes werden gewechselt und die Fahrräder repariert. Wüste und Dschungel – diese Kombination ist nicht nur Abenteuer, sondern auch Belastung für das Material. Drei Hersteller - GHOST, Haibike und Exess - haben Testräder zur Verfügung gestellt, um Erfahrungen zu sammeln.

Mit dem Bike durch die Wüste.

 

„Wenn du fährst, dann spürst du die Schmerzen nicht mehr.“

Tag 2 – Uralte Wüstenstädte und hohe Sand-Dünen

Nach einer erholsamen Nacht im luxuriösen Hotel Cherguie stehen heute 90 km auf dem Programm, die längste Etappe der Challenge. Ein schmaler Pfad führt zu einer Öffnung in einer Mauer, die zu einer 1000 Jahre alten Wüstenstadt führt. Damals schützten diese Mauern die Bewohner vor Räubern. Heute sind sie durch zahlreiche Öffnungen etwas durchlässiger geworden, damit die Bewohner ihre Felder schneller erreichen. Durch eine dieser Maueröffnungen fahren wir in das Innere der Wüstenfestung und müssen durch die engen Gassen nach dem gegenüberliegenden Ausgang suchen.

Nach dieser abenteuerlichen, aber erholsamen Etappe wird die Challenge wieder anspruchsvoller – ein Tafelberg muss erklommen werden. Ein schmaler, kaum sichtbarer Eselspfad führt durch massive Felsen zur Plateau-Ebene. Am Ende des Anstiegs werden wir mit einer genialen Aussicht und einer schönen Freeride-Abfahrt belohnt, bevor wir an der Wechselstation unsere Akkus tauschen können.

Der zweite Abschnitt. Die ersten Dünen müssen befahren werden. Was viele für unmöglich gehalten haben, macht richtig Spaß! Am Horizont türmen sich immer höhere Sandberge auf, die bereits aus 50 Kilometern Entfernung zu erkennen sind. Über eine Ebene mit abwechslungsreichem Gelände nähern wir uns den Dünen des Erg Chebi, an dessen Fuß das Ziel der heutigen Etappe liegt.

Peter und Heike Schmid (DE), die sich gestern im Durcheinander der Single-Trails in der Oase an die Navigation gewöhnen mussten, beginnen aufzuholen. Aber auch George Adams (UK), der Vater des jetzigen Spitzenreiters Robert Adams (UK), ist im Starterfeld gut vertreten und erreicht den Zwischenstopp als Fünfter. Im ersten Abschnitt trägt Robert einen Start-Endsieg nach Hause, aber im zweiten Abschnitt wird es spannend: Lutz von Steynitz (DE), professioneller Bike-Guide, ist lange Zeit führend, aber auf den letzten Kilometern gibt’s ein Kopf-an-Kopf Rennen, das Robert für sich entscheiden kann. Heike Schmid als beste Frau kann den dritten Platz belegen. Damit übernimmt sie die Führung in der Frauenklasse.

In der Klasse Bike Open hat der gestrige Sieger Benedikt Baum (DE) mit einer Verstauchung zu kämpfen. Allerdings hindert die Verletzung ihn nicht daran, einen weiteren Tag in Rekordzeit zu gewinnen. Benedikt grinst und schiebt sein Fahrrad humpelnd zur Wartung.

Das Starterfeld war klein und sehr familiär.

 

 

 

Tag 3 – Vom Rücken der Kamele zum Fluss-Delta

Ein neuer Tag mit neuen Highlights. Auf dem Rücken von Kamelen machen wir uns auf den Weg in die Wüste. Start ist auf einer hohen Düne, von dort geht es entlang der Dünenkämme bergab in das Sagen umwobene Fluss-Labyrinth des Qued Riris, ein Flussdelta von über 200 km2. Da es seit Langem nicht mehr geregnet hat, gibt es nur noch einen trockenen, weißen Hügel-Garten. Ein Highlight dieser Etappe ist die Schlucht, in der sich der Fluss tief in die Erde gegraben hat. Die Schwierigkeit ist nicht das Fahren darin, sondern das Wiederaussteigen.

Tag 4 – Endloser Fahrspaß in der endlosen Halfpipe

Die Temperaturen im Wüstenhotel sind über Nacht auf den Gefrierpunkt abgekühlt, so dass die ersten Sonnenstrahlen des Tages willkommene Wärme spenden. Heutiges Highlight ist der Uzina Canyon – ein trockener Flusslauf, der sich tief in eine weite Ebene aus kleinen Hügeln eingegraben hat. Seine steilen Wände machen es fast unmöglich, aus dem Canyon heraus zu kommen. Für uns Mountainbiker bedeutet diese unendliche Halfpipe aber jede Menge Spaß. Dank der Elektrounterstützung unserer Bikes fahren wir auf einer 40 km langen Abfahrt mit freier Streckenwahl, wahre Begeisterungsstürme lösen sich bei allen Teilnehmern.

Auf der ersten Etappe findet ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Führenden Robert Adams und den beiden Verfolgern Lutz von Steynitz und Moritz Peter (DE) statt. Nur wenige Sekunden trennen die drei, als sie die Batterie-Wechselstation erreichen.

Im zweiten Abschnitt kann Lutz von Steynitz die Führung übernehmen. Nach einem spannenden Wettkampf hat er einen 8-minütigen Vorsprung vor Moritz Peter, der zwei Minuten vor Robert Adams das Ziel erreicht. Das ändert aber nichts an der Gesamtwertung: Robert Adams gewinnt mit einer halben Stunde Vorsprung vor Lutz von Steynitz! Mit dieser Zeit ist der Haibike-Pilot noch schneller als die Sieger der beiden offenen Klassen.

In der 45er Klasse kann Arnaud Jacquart (FR/RUS) erneut den Tagessieg und damit die Gesamtwertung gewinnen. Ein doppelter Erfolg für Arnaud, der diese Klasse auf dem E-Bike seines Startup-Unternehmens gewinnt. In der Offenen Klasse kann Benedikt Baum erneut die erste Etappe mit einem großen Vorsprung für sich entscheiden. Überzeugend holt er sich den Sieg vor dem Russen Michael Sivak, dessen Bike deutlich mehr Leistung hat, aber gerade bei schwierigen und sandigen Abschnitten unterlegen war.

Zum Schluss sind sich aber alle einig: Die E-Bike Desert Challenge ist eine geniale Veranstaltung, die sich in den nächsten Jahren im neu entstehenden E-MTB-Sport zum Highlight entwickeln wird. Arnaud Jacquart hat bereits im nächsten Jahr angekündigt, mit einem Werksteam zu starten, um nicht nur seine, sondern alle Klassen zu gewinnen. Ich für meinen Teil war mit der Performance meines HybRide SLAMR X vollends zufrieden. 160 mm Federweg an einem leichten Carbonrahmen – perfekt für dieses Event, vor allem weil man ab und zu das Bike über Wassergräben wuchten musste.

Am Ende der Etappe dann das letzte Highlight: Auf dem „Bob Track“, einer Fahrradspur, die den Einheimischen dient, um von Dorf zu Dorf zu gelangen, können wir uns nochmal austoben. Die Strecke ist rund und kurvenreich und hier gibt es nur eins: absoluten Fahrspaß!

Wer mehr über die Challenge wissen möchte, folgt folgendem Link:

https://www.desert-challenge.com

Bike.tv hat sich einem Beitrag zur Challenge gewidmet:

https://www.bike-tv.cc/mediathek/sendungen/sendungen/sendung-333

Mit dem HybRIDE SLAMR X in die Wüste

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