Händler
Login
German DE
News / Prost von GHOST - Adam Stasek

Prost von GHOST - Adam Stasek

Wer steckt eigentlich hinter der Marke GHOST? Unsere Azubis der Marketingabteilung, Dario und Dominik, stellen euch einmal im Monat unter dem Namen „Prost von GHOST“ einen Mitarbeiter im Interview vor. Schön gemütlich und ehrlich, so von Kollege zu Kollege. 

 

Heute hat es uns in die R&D-Abteilung verschlagen – zum Arbeitsplatz vom Adam Stasek. Wie üblich haben wir uns mit ihm bei seinem Lieblingsgetränk zusammengesetzt und ihn mit unseren Fragen durchlöchert. Was seine Aufgaben sind, wie er zum Radfahren steht und warum er super froh ist, ein Teil der GHOST-Familie zu sein, das erfahrt ihr in dieser Episode „P(r)ost von GHOST“. 

Hi Adam. Dein Lieblingsgetränk?
Tee.

Wie lang bist du schon bei GHOST-Bikes tätig und was sind deine Aufgaben?
Mein erster Kontakt mit GHOST war schon 2007, da habe ich im GHOST Factory Racing 4X Team angefangen, zusammen mit Fischi (Johannes Fischbach) und Tschugg (Guido). Durch mein Maschinenbaustudium und die Praxissemester habe ich diverse Projekte bei GHOST erarbeitet, u. a. das Konzipieren und methodische Entwickeln eines E-Antriebs fürs MTB. Ich bin der Firma GHOST auch sehr dankbar, dass sie mir das so ermöglicht hat und ich jetzt meinen Master habe. Momentan bin ich zuständig für die Fahrwerks-Entwicklung für alle Fullsuspension-Bikes.

Was reizt dich am Radfahren bzw. an deinem Job?
An dem Job reizt mich natürlich das Biken. *lacht* Am Biken selbst reizt mich das Adrenalin. Ich komme eigentlich aus dem Motocross-Bereich. Ich bin 11 Renn-Saisons Motocross gefahren – auch ziemlich erfolgreich – bis ich dann verletzungsbedingt aufhören musste. Im Vergleich zum MX-Sport hat man auf dem Rad mehr Freiheit. Beim Motocross-fahren ist die Location einfach meistens nicht so schön. Meistens ist das ja alles künstlich angelegt und weit entfernt von „purer Natur“. Beim Biken kannst du Natur und den Adrenalin-Kick besser verbinden.

Seit wann fährst du aktiv Rad?
Das Radfahren war bei uns in der Familie ziemlich populär. Mein Vater hat Anfang der 90er Jahre mit dem Mountainbiken angefangen und ‘92 eines der ersten Mountainbike Rennen bei uns Zuhause veranstaltet. Das war damals eines der größten Rennen im Landkreis. Da habe ich natürlich als kleines Kind auch schon teil genommen. Während meiner Motocross-Karriere hat sich das Radfahren immer als gute Trainingsmöglichkeit angeboten. Da war dann meistens Cross Country für die Ausdauer oder auch etwas Gravity-Biken für das Feeling mit einem Lenker in der Hand angesagt. Das hat mich dann immer mehr gereizt, sodass ich dann auch Trails und Sprünge bei uns im Wald gebaut habe, weil es Anfang der 2000er noch nicht so viele Bikeparks bei uns gab. Bei uns im Erzgebirge gab es aber ein paar coole Trails, die ich versucht habe so oft wie möglich zu fahren, wenn ich Zeit hatte. Das war immer wie eine Belohnung für mich.

Was war dein größter Radsport-Erfolg?
Das war in der Saison 2012. Da habe ich das 4X-Europacup Finale in Tschechien, auf einer der krassesten 4X-Strecken, die es jemals gab, gewonnen. Dort bin ich ein eigenentwickeltes Rad gefahren, das ich mir wirklich für dieses Rennen speziell entworfen habe. Im Finale bin ich gegen unseren GHOST-Fahrer Thomas Slavik gefahren. Die Strecke hat mir und meinem Rad einfach super gelegen. In der Gesamtwertung war ich dann glaube Dritter.

Technisch versiert oder Vollgas?
Früher war ich absolut Vollgas und für große Sprünge, aber seit meiner letzten Verletzung bin ich ein bisschen runter gegangen vom Gas. Deswegen versuche ich momentan auch etwas mein technisches Niveau zu verbessern. Ich habe dazu auch ein paar gute, technische Trails bei uns im Erzgebirge. Je älter ich werde, desto mehr Fokus lege ich auf Technik, denn aus meiner Sicht sind technische Trails weniger gefährlich – vor allem wen man sie langsamer fährt. Da kann man dann höchstens umfallen und sich im schlimmsten Fall was brechen. Bei großen Sprüngen war es bei mir leider schon lebensgefährlich.

Was hast du denn angestellt?
Einen riesigen Sprung habe ich durch falsche Windbedingungen übersprungen und mir dann einige schwere Verletzungen zugezogen. Das waren zum einen eine schwere Hirnblutung, ein offener Unterarmbruch und eine ausgekugelte Schulter. Da hab ich mich schon ordentlich zerlegt. Wegen der Hirnblutung habe ich dann auch einige Minuten später aufgehört zu atmen und musste beatmet werden. Das war 2014, da war ich 25.

Hast du schon öfter solche schweren Stürze gehabt?
Ja beim Motocross fahren mit 17 (2006) in Italien bei der europäischen Meisterschaft im Supercross. Da bin ich schwer auf den Kopf gefallen und habe mir im Gesicht mehr als 10 Knochen gebrochen und auch eine heftige Hirnblutung gehabt. Dazu habe ich mir auch noch die Hand gebrochen und sowas. Momentan sind da immer noch 7 Titanplatten in meinem Gesicht und ca. 20 Titanschrauben. Die bleiben auch für immer da drinnen.

Hast du irgend ein Idol oder Vorbild?
Der meiner Meinung nach beste Mountainbiker aller Zeiten ist Jared Graves. Ich kenne ihn auch persönlich von meinen Worldcups und er ist einfach menschlich ein super Typ. Er wirkte auf mich niemals abgehoben oder eingebildet. (Anfang September wurde bei Jared leider ein Gehirn-Tumor diagnostiziert. Wir von GHOST Bikes drücken natürlich die Daumen und wünschen eine schnelle Genesung.)

Wie viele Räder besitzt du?
Viele. Ich muss erst nachzählen. *lacht* (Wir warteten ziemlich lange, bis Adam an seinen Fingern seine Räder abgezählt hatte.) Also ich selbst besitze 8 Räder, die ich regelmäßig fahre. Und dann habe ich noch zwei Räder, die eigentlich mir gehören, aber von meiner Freundin und meinem Vater gefahren werden. Also insgesamt besitze ich 10 Räder.

Welches Rad nutzt du am meisten?
Das RIOT, dass ich euch heute vorstelle.

Was ist deine Motivation bzw. dein Motto?
„Der Mensch überlebt einiges.“ *lacht* 

Was war dein schönster Bike-Moment?
Ich habe mit dem Fischi viel trainiert, denn er hat nur 5km entfernt von mir gewohnt. Wir haben zusammen viel erlebt. Die ganzen Winter-Trainings in Spanien oder Gran Canaria – das war zu dem Zeitpunkt ein absolutes Highlight für mich, weil es die ersten Auslandsreisen mit dem Rad waren. Und dann auf jeden Fall noch die Himalaya Reise, die ich gemacht habe.

Wie lief diese Himalaya Reise ab?
Unser Guide war so cool, dass wir uns dort befreundet haben und zwei Wochen nachdem ich aus Nepal zurück war, hat er mich hier in Waldsassen besucht und sich gleich ein FR AMR 6.7 geholt. Und das fährt er jetzt im Himalaya. Die Trails und die Dimensionen von dem Gelände dort sind einfach riesig. Die Trails an sich sind technisch gar nicht so schwierig, weil es dort fast nie regnet. Sie sind fast nicht ausgewaschen und richtig schön smooth. Zudem sind sie schön festgetrampelt von den Leuten, die dort leben, denn Straßen gibt es da oben nicht.

Was ist das Besondere an deinem RIOT?
Es besteht aus 3 verschiedenen Rahmen. Der Hauptrahmen ist vom RIOT 6, weil ich die blaue Farbe so cool fand. Passend dazu habe ich den Hinterbau vom RIOT 5 eingebaut und dazu noch einen schwarz eloxierten Rocker vom PATHRIOT 10. Dadurch, dass ich damals auf Basis vom RIOT das PATHRIOT entwickelt habe, sind diese ganzen Hinterbauteile untereinander austauschbar (wegen der gleichen Geometrie). Dazu habe ich vorne noch eine schwarze Rockshox Pike mit Dual Position eingebaut, denn ich benutze mein Rad auch für längere Touren (bis zu 160km) und will diese nicht mit hoher Gabel und hohem Luftwiderstand fahren. Also wenn ich Radwege fahre, dann senke ich die Gabel auf 120mm ab und dadurch ist die Position fürs pedalieren besser und der Luftwiderstand ist wesentlich geringer. So kann ich längere Distanzen besser bewältigen. Die meisten anderen Anbauteile sind von SRAM. Ein anderes Highlight sind die SRAM Code RSC Bremsen, die mich auch im Himalaya nie im Stich gelassen haben – auch wenn ich die Bremsbeläge bis aufs Metall abgefahren habe. Dann natürlich noch ein Stahlfederdämpfer (Cane Creek Inline) und stabile Laufräder in 27,5“ (WTB).

Was wiegt das Rad?
Ich habe es nie gewogen, aber ich habe ziemlich schwere Reifen mit dicker Karkasse. Ich schätze 15kg.

Welche Laufradgröße bevorzugst du?
Das kommt ganz klar auf den Einsatzzweck an. Bei 4X, Pumptrack,… natürlich 26“. Für Trails fahre ich am liebsten 27,5“, weil mir 29“ einfach zu groß sind.

Elektrounterstützung oder Muskelkraft?
Also ich selbst fahre auf jeden Fall lieber normales Fahrrad, aber ich sehe im E-Bike auf jeden Fall eine Menge Potenzial. Ich schätze auch, dass es sich noch einiges in diesem Bereich tun wird.

Fully oder Hardtail?
Auf jeden Fall Fully. Mein Sprunggelenk ist ziemlich kaputt und deswegen kann ich mit einem Hardtail nicht lange im Gelände fahren. Die ganzen Vibrationen gehen ziemlich auf des Sprunggelenk und am nächsten Tag kann ich dann kaum laufen.

Sei immer auf dem aktuellsten Stand

Händler

Finde dein GHOST Rad in deiner Nähe

Hier findest du eine Übersicht aller GHOST Händler. Einfach deine Postleitzahl eingeben, Umkreis auswählen und du bekommst vom normalen Händler bis zum Premium Dealer Alle angezeigt. Wenn du einen Händler auswählst, bekommst du zusätzlich noch die Kontaktdaten und weitere Infos angezeigt.

Händlersuche

Bitte zuerst eine Adresse eingeben

suchen
reservieren
testen