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Eine superkurze Saison

Die ersten Rennen auf Weltbühne

Überall Lächeln, als sich die Boxen von allen Teams aus der ganzen Welt in Nove Mesto na Moravě allmählich mit Leben füllen. Es ist das erste Zusammentreffen der weltbesten MountainbikerInnen in diesem Jahr, im Herbst 2020 auf einer der renommiertesten Strecken des Mountainbikesports. Ein voller Zeitplan, mit zwei XCC- und zwei XCO-Rennen innerhalb von wenigen Tagen. Für manche war es die erste Auslandsreise nach den weltweiten Lockdowns und Grenzschließungen. Endlich wieder Rennen, endlich wieder Weltcup.

Komprimierter Rennkalender 2020

Die Covid-19-Pandemie hat derzeit die ganze Welt im Griff und wirft somit auch ihren langen Schatten auf den Mountainbike-Rennkalender. Bis zum letzten Tag gab es berechtigte Zweifel an der Veranstaltung, da die Infektionskurve in der Tschechischen Republik nach oben zeigte. Also wurde entschieden, die Rennen ohne Zuschauer zu veranstalten – ein großer Verlust für die Weltcupstrecke bei ihrem Jubiläumsrennen (10. Auflage) mit ihrer sonst so brodelnden Atmosphäre. Trotz all dieser Herausforderungen gelang es den Organisatoren, den Doppel-Weltcup unter Einhaltung strikter Corona-Schutzmaßnahmen zu organisieren.

Auf die Rennfahrerinnen hatte das Ganze keinen besonderen Einfluss. Alle waren einfach nur froh, dass die Rennen endlich losgingen. Manche von ihnen, darunter Anne Terpstra, waren zwischenzeitlich an Covid-19 erkrankt und hatten am eigenen Leib erfahren, wie die Krankheit auch auf Leistungssportler wirken kann. Um für maximale Sicherheit zu sorgen, durften sich die Teams nur in ihren eigenen „Blasen“ aufhalten., Am gesamten Austragungsort bestand Maskenpflicht. Hinzu kamen verpflichtende Corona-Tests vor Ort für diejenigen, die zu den Weltmeisterschaften in Leogang reisen. Nur um sicherzustellen, dass die wenigen Rennen, die wir in diesem Jahr haben, tatsächlich stattfinden können.

Ungewohnte Atmosphäre

Obwohl es etwas seltsam wirkte, dass keine Fans im ansonsten lauten und emotionsgeladenen Wald und Stadionwaren, freuten sich alle, wieder Rennen fahren zu können. In den Boxen konnten Teams und Fahrerinnen ihr bisheriges Jahr diskutieren und sich über Freud und Leid austauschen. Obwohl stets auf Social Distancing geachtet wurde, hat diese schwierige Zeit die Fahrerinnen wohl noch mehr zusammengeschweißt. Manche schienen fitter als je zuvor, hatten sie doch ein ganzes Jahr diesem einen einzigen Moment gewidmet. Mögliche Folge für die Rennen: Sie sind unberechenbarer und spannender. Gelegenheiten zum Jubeln gibt es in diesem Jahr leider nur wenige: bei diesem Doppel-Weltcup, den Weltmeisterschaften und schließlich den Europameisterschaften. Eine verkürzte, harte Mini-Rennsaison. Doch umso wichtiger für alle Beteiligten – die Sponsoren, Medien, Rennfahrerinnen und ihre Teams sowie die Organisatoren.

So liefen die Rennen in Nove Mesto

Bei den XCC-Rennen zeigten alle, wie motiviert sie sind. Die schlammige Strecke wurde von Reifen zerpflügt, als das Feld der Rennfahrerinnen um die besten Startplätze beim Cross-Country-Rennen am nächsten Tag kämpfte. Dabei gab es knappe Entscheidungen, tolle Moves und höchste Watt-Power zu sehen. Evie Richards, das britische Kraftpaket, gewann beide Short-Track-Wettbewerbe. Sina Frei und Anne Terpstra sicherten sich in beiden Rennen vordere Startplätze. Beim ersten Cross-Country-Rennen am Donnerstag verlor Anne das Hinterrad von Pauline Ferrand-Prevot in der letzten Runde und belegte den zweiten Platz. Sina Frei kam auf den 7. Platz, Barbara Benko auf Rang 24.

Niemals genug

Wenn du Rennen fährst, willst du dich immer verbessern. Auch beim zweiten XCO-Rennen innerhalb einer Woche überquerte Anne die Ziellinie als zweite, diesmal 21 Sekunden hinter Pauline Ferrand-Prevot. Eine Superleistung, aber Anne hatte das Gefühl, dass sie es an diesem Tag besser hätte machen können. Obwohl sie näher an Ferrand-Prevot herankam, konnte sie die Lücke nicht schließen. Sina fuhr auf Platz 8, Barbara Benko hatte Probleme und musste das Rennen aufgeben, weil sie sich nicht wohl fühlte.

Eine Rennwoche in diesen Zeiten hat sich offen gestanden noch nie so gut angefühlt. Dieses Jahr war für uns alle eine echte Herausforderung, und wir wissen das Privileg zu schätzen, dass wir bei guter Gesundheit Rennen fahren dürfen. Wir sahen starke Leistungen und hatten eine tolle Zeit als wiedervereintes Team. Unsere „Rennblase“ hat noch zwei weitere große Rennen vor sich undalle sind hochmotiviert. Jeder einzelne von uns wird das Beste für sich, das Team und unsere Sponsoren geben. Wir sehen uns in Leogang.

Text: Irmo Keizer

Fotos: Attention Builders

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