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Tobi und Dennis, zwei gute Freunde, waren schon an vielen Bike-Spots dieser Welt unterwegs.  Da es im eigenen Land jedoch noch Nachholbedarf gibt, verbrachten die beiden ihren letzten Bike-Trip im Mittelrheintal.  Nun besucht Dennis Tobi in Oberfranken und die beiden erkunden die Fränkische Schweiz. Eine Ode an die heimischen Trails!

Seit ca. 10 Jahren wohne ich in Oberfranken, ganz in der Nähe der Fränkischen Schweiz, einer der schönsten Flecken, den Deutschland zu bieten hat. Trotzdem kann ich die Male, die ich durch die grünen Täler mit den beeindruckenden Steinformationen besucht habe, an einer Hand abzählen.

Mich hat es immer in die große weite Welt gezogen, nach Kamtschatka oder nach Island. Die Region, die nur 30 Minuten von meiner Haustür beginnt, habe ich vernachlässigt. Doch 2020 ist alles anders. Schon im Laufe des Jahres habe ich viele Ecken von Deutschland gesehen, die ich ohne die Reisebeschränkungen sicher noch eine ganze Zeit ignoriert hätte.

Nachdem ich mit meinem Freund und Fotografen Dennis schon im Frühjahr beim ersten Lock-Down im Rheintal unterwegs war, stand nun eine Revanche bei mir in der Region an. Also habe ich alle Freunde, von denen ich weiß, dass sie schon öfter in der Fränkischen Schweiz mountainbiken waren, angerufen und versucht, etwas über die Region zu erfahren. Natürlich auch mit dem Hintergedanken, ihnen die besten und geheimsten Trails der zu entlocken. Ich habe den Routenplaner Komoot durchsucht, die besten Mountainbike Touren in der Fränkischen Schweiz recherchiert und einen Plan aufgestellt. Wenn Dennis mich schon mal besuchen kommt, dann will ich ihm ja auch was bieten.

Also machen wir uns an einem Donnerstagmorgen auf den Weg in die Nähe von Muggendorf am südlichen Ende der Fränkischen. Von hier folgen wir der „Highlight Tour“, eine Route, die ich von meinem Freund Oli bekommen habe. Und wenn die schon so heißt, dann macht sie ihrem Namen hoffentlich alle Ehre.

Zuerst klettern wir auf einem recht weichen Schotterweg, der wohl auch der Holzabfuhr etwas zum Opfer gefallen ist, aus dem Tal auf eine Hochebene. Wir durchqueren kleine Dörfer und biegen nach einiger Zeit auf einen Schotterweg ab, der uns zu der ersten großen Steinformation bringt. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, auf die Felsen zu klettern und die Aussicht zu genießen. Eigentlich ist diese Region als Kletterparadies weltweit bekannt und so sind jedes Jahr einige der besten Kletterer der Welt unterwegs. Hier hat auch der Nürnberger Kurt Albert den Begriff „Rotpunkt-Klettern" etabliert, bei der er jede von ihm freigekletterte Route mit einem roten Punkt kennzeichnete.

Weiter geht es auf dem Rad und schwungvoll in die erste Abfahrt runter Richtung Wiesent-Tal. Was das Fahren in der Fränkischen so besonders machen, ist die Tatsache, dass die Trails übersäht sind mit recht rutschigen Steinen, die einem immer wieder bei technischen Stellen das Leben schwer machen. Außerdem führt der Weg oft an der Kante der Felsen vorbei, so dass man Schwierigkeiten hat, sich auf den Weg zu konzentrieren und nicht zu sehr auf die Aussicht zu achten.

Nach einigen flowigen Trailstücken und immer wieder kurzen Anstiegen stehen als nächstes die Brotzeit Treppen an. Vor dieser Stelle wurden wir schon vorgewarnt. Die recht technische Treppen Kombination, die sich in unterschiedlichen Abständen und engen Kurven den Berg herunter schlängelt, hat den Namen von den Locals: Wer hier zuerst den Fuß auf den Boden setzt, muss die Brotzeit zahlen.

Nach einigen weiteren spannenden Abfahrten und knackigen Aufstiegen erreichen wir wieder unser Auto. Jetzt erst mal schnell etwas essen, dann geht es auf den nächsten Trail. Neben Kletterern und Fliegenfischern besuchen auch viele Touristen die Fränkische Schweiz, um die viele Burgen und Ruinen zu besichtigen, die im kompletten Wiesent-Tal links und rechts auf den Hügeln stehen. Wir haben den Tipp bekommen, dass es einen coolen Trail an der Burg Rabeneck geben soll, also los dahin. Als wir auf dem Parkplatz zur Burg aus unserem Auto steigen und die Bikes ausladen, kommt der Schlossherr schon auf uns zu gerannt. O-HA, noch nicht mal im Sattel und direkt gibt’s Ärger? Wir erwarten eine Erklärung, dass wir hier aber ganz sicher nicht Mountainbiken dürfen und wir sofort wieder einpacken sollen. Doch das Einzige, was er von uns will, ist, dass wir das Auto noch ein Stück zurücksetzen. Gleich wird Holz abgeholt. Glück gehabt!

Und dann passiert etwas, das uns sehr verwundert: Der etwas ältere und leicht rundliche Mann schaut an unseren Fullies runter und meint zu uns: „Coole Räder. Damit solltet ihr auf alle Fälle mal unseren Höhlenweg fahren. Der ist zwar recht schwer, aber ihr könnt es ja mal versuchen.“ Na, das ist ja mal was. Eine Trail Empfehlung vom Schlossherrn und das mitten im für seine Freundlichkeit bekannten Oberfranken, das hätte ich mir auch nicht träumen lassen.

Wir machen uns auf den Weg und schon kurz nach der Schlossmauer kippt der flache Weg in Gefälle um und wir freuen uns über die anspruchsvollen Spitzkehren unter einem Felsvorsprung, auf dem die Burg steht. Von dort aus geht es an einem mit Geländer gesicherten Weg direkt auf eine Felswand zu, vor der der Weg kurzerhand links in eine Höhle biegt. Wir durchqueren die kleine Höhle und werden auf der anderen Seite wieder auf einen steilen Trail ausgespuckt, der uns in weiteren Serpentinen, einer Höhle und unzähligen Treppenstufen bis hinunter zurück zum Wiesent-Tal bringt.

Die nächsten Tage fahren wir noch einige Trails, die uns von meinen Freunden und auf Komoot empfohlen wurden, dieser Trail unterhalb der Burg war aber sicher der beste Trail des Trips und wird mir noch eine ganze Zeit im Gedächtnis bleiben. Schön, dass ich es jetzt auch mal geschafft habe, diese Region zu besuchen. Ich werde sicher wiederkommen.

Text: Tobias Woggon

Fotos: Dennis Stratmann

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