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Nach seiner „Send it!“-Tour 2020 war Tobias Woggon auf den Geschmack gekommen: Eine Langstrecken-Radtour durch Deutschland sollte auch in diesem Sommer wieder auf seinem Programm stehen. Wie im letzten Jahr machte er sich mit Steffi Marth auf den Weg, um gemeinsam mit ihr ein neues Abenteuer auf zwei Rädern zu erleben. Auch dieses Mal hatten die beiden wieder spannende Stopps eingeplant: So trafen sie unter anderem Enduro Profi Christian Textor, besuchten die heiligen Hallen der MTB-Plattform Mtb-news.de, statteten Reifenhersteller Schwalbe einen Besuch ab, holten sich einen neuen Helm bei Abus ab und führten in Berlin ein interessantes Gespräch mit Grünen-Politiker Cem Özdemir. Eine spannende Reise auf dem Gravelbike – quasi vor der eigenen Haustüre!

Schon im letzten Jahr sind Steffi und ich auf unseren Gravelbikes durch Deutschland gefahren. Auslöser für diese Tour war das Corona-Virus. Reisen konnte man nicht wirklich, aber zu Hause versauern wollten wir auch nicht. So wurde die Idee zur „Send it!“-Tour geboren: Mit dem Gravelbike besuchten wir verschiedene Mountainbike Athleten und lieferten ihnen Pakete von Bike24.de aus. So schlugen wir damals zwei Fliegen mit einer Klappe:Wir erlebten eine tolle Reise und konnte dabei auch noch das damals akute Problem der Paketdienste etwas entzerren. Deshalb starteten wir in Dresden bei bike24.de, schnappten uns einige Pakete und lieferten diese während unserer großen Deutschland-Tour nach und nach bei verschiedenen Bike-Athleten ab. Das letzte Paket erhielt Cross-Country-Profi Manuel Fumic, bei dem unsere Tour endete.

Die Tour im letzten Jahr war eine großartige Erfahrung. Was liegt also näher, als in diesem Jahr den Kreis zu schließen und noch einmal durch Deutschland zu fahren – nur in die andere Richtung? So entstand unser Plan: Wir möchten von den Bergen bis ans Meer fahren und dabei wieder sinnvolle und unterhaltsame Zwischenstopps einlegen. Da die Paketlieferdienste mittlerweile wieder reibungslos funktionierten, mussten wir uns eben etwas anderes überlegen. Wir wollten befreundete Bike-Athleten und interessante Firmen besuchen und davon spannende Episoden für das „Original“-Format von Mtb-news.de drehen. Und natürlich wollten wir auch wieder eine super Zeit auf unseren Bikes genießen!

Wir starteten also dort, wo die „Send it!“-Tour endete: bei Manuel Fumic in Kirchheim/Teck im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb. Manuel begleitete uns wieder ein Stück auf unserer Fahrt gen Norden. Über Heidelberg fuhren wir ins Headquarter von Mtb-news.de und statteten den Jungs und Mädels dort einen Besuch ab. Durchs Rheintal und an der Lorelei vorbei ging es dann weiter zum Enduro-Profi Christian „Texi“ Textor, der uns bei sich zu Hause empfing und uns einen schönen Einblick in seinen Alltag als Bikepro gewährte. Durch den Westerwald und das Siegerland führte uns unsere Tour anschließend ins Bergische Land zum neuen Firmengebäude von Schwalbe, das nicht nur ziemlich cool, sondern vor allem auch nachhaltig ist. Auf dem Firmendach wachsen Gemüse und Salat – davon gab es natürlich auch eine kleine Kostprobe für uns!

Am nächsten Tag fuhren wir weiter ins Ruhrgebiet, wo wir einen Stopp bei Abus einlegten. Dort bekamen wir neue Helme verpasst: Abus hatte eine kleine, limitierte Sonderedition seines Gravelhelms mit speziellem Design aufgelegt, den man anschließend auch bei bike24.de bestellen konnte. Von einem Teil des Erlöses kaufen Abus und bike24.de jeweils fünf Bäume, die ich im Herbst rund um die Trails in meiner Heimat, dem Bergischen Land, pflanzen werde. Dort wurde der Wald von einer starken Borkenkäferplage heimgesucht, sodass hier jeder neue Baum zählt. Die anschließende Fahrt durch Dortmund war eines der Highlights unserer Fahrt: Der Mix aus modernem Stadtleben und der beeindruckenden Industriekultur aus der Zeit von Kohle und Stahl ist einfach spannend. Heute ist es hier erstaunlich grün und man kann hervorragend Rad fahren!

Weiter ging es Richtung Norden. Von Ibbenbüren aus fuhren wir nach Bremerhaven, wo wir durch den unglaublich großen Containerhafen gerollt sind – einfach crazy! Ich habe nur gedacht: „Wow, hier kommt also das ganze Zeug her, das wir kaufen.“ Abends kamen wir in Cuxhaven an, wo wir noch durchs Wattenmeer gewandert sind und eine Scholle gegessen haben. Mit 220 Kilometern war das unser längster Tag auf dem Bike und der nördlichste Punkt unserer Tour.

Der nächste Tag führte uns nach Hamburg, wo wir Mountainbike-Legende Nils Peter Jensen trafen, der uns zu sich eingeladen hatte. Nils macht heute, was er schon immer tat: Als „Fulltime Life Enjoyer“ setzt er coole Projekte im Mountainbike- und heute auch im Motorradbereich um, denen er seinen typischen NPJ-Style verleiht. Ein ziemlich cooles, aktuelles Projekt hört auf den Namen „Helmets of India“. Beim Dreh für eine TV-Serie hatte er in Indien einen Crash gesehen, bei dem eine Person starb, die keinen Helm trug. Inspiriert von diesen Eindrücken startete Nils sein Charity-Projekt: Zusammen mit Künstlern wie D-Faze designed er Helme, die anschließend versteigert werden. Vom Erlös werden viele Helme gekauft, die in Indien an die Menschen verteilt werden, die sich sonst keinen Helm leisten könnten. Eine richtig tolle Sache! Nach dem spannenden Tag waren wir noch gemeinsam mit Nils essen und durften dann im Zimmer seiner Kinder übernachten und uns für den nächsten Tag erholen. Ach ja: Sein kleiner Bikepark im Garten ist auch noch ein absolutes Highlight!

Von Hamburg aus führte unsere Route in zwei Etappen Richtung Berlin. Unterwegs fuhren wir an einer Bushaltestelle an zwei Rennradfahrern vorbei, die gerade eine Pause machten. Als sie kurze Zeit später aufschlossen, kamen wir ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie sich auf einer 280-Kilometer Nonstop-Fahrt von Hamburg nach Berlin befanden, um dort am Montag pünktlich zu ihren außergewöhnlichen Jobs antreten zu können: Die beiden sind als Mitarbeiter für die Regierung tätig. Einer von ihnen ist verantwortlich für die Auslands-Flugzeugflotte, der andere ist Hubschrauberpilot für die Regierung. Die beiden hatten Wochenende und radelten nun zurück in die Hauptstadt. Sie schlossen sich uns für rund 130 Kilometer an und wir spendierten ihnen ein bisschen Windschatten, bevor wir unser Etappenziel im wunderschönen Havelland erreichten. Für uns ging es erst am nächsten Tag weiter.

In Berlin angekommen, wartete ein echter (Rad-)Kulturschock auf uns – Dagegen war das Containerterminal in Bremerhaven nichts. Es war voll, hektisch und wir fühlten uns auf unseren Fahrrädern nicht wirklich wohl. Aber wir hatten ein Ziel, das wir unbedingt erreichen wollten: Wir waren zu einem Treffen mit dem grünen Politiker und Vorsitzenden des Verkehrsausschusses im Bundestag, Cem Özdemir, verabredet. Mit ihm hatten wir ein wirklich interessantes Gespräch übers Radfahren, den Verkehrswandel und vieles mehr. Er hat viele Ideen dazu, wie man mehr Menschen aufs Rad bekommt, wie Städte fahrradfreundlicher werden können und wie man sinnvolle Förderprogramme dafür entwickelt. Ehrlich gesagt war ich total überrascht, wie gut er vorbereitet war und wie viel Ahnung er von diesen Themen hat. Das war wirklich beeindruckend und ein total positives Erlebnis. Nur mit dem Mountainbiken kennt er sich nicht so gut aus, sodass er auch etwas von uns lernen konnte, als wir ihm von Problemen wie der Zwei-Meter-Regel erzählten. Uns allen hat das Gespräch so viel Spaß gemacht, dass wir uns sogar nochmal verabreden wollen!

Am nächsten Tag fuhren wir weiter zu Steffis Zuhause nach Plessa. Dort zeigte sie mir wie sie aufgewachsen ist, wo sie ihr BMX Training absolviert hat und vieles mehr. Eine schöne Zeitreise, auf der ich Steffi noch ein bisschen besser kennenlernen konnte, bevor wir unser letztes Etappenziel in Angriff nahmen. Unsere letzte Tour führte uns nach Dresden zu bike24.de. Hier waren wir im letzten Jahr auf unseren Deutschland-Ride gestartet. Jetzt endete unsere Fahrt hier und damit schloss sich der Kreis. Hinter uns lagen 13 Tage auf dem Rad und mehr als 1.500 Kilometer. Es war eine großartige Reise, die mir einmal mehr gezeigt hat, dass man auch vor der eigenen Haustüre großartige Bedingungen zum Radfahren vorfinden und viele spannende Menschen treffen kann. Ich bin immer noch begeistert davon, wie gut man in Deutschland Rad fahren kann und wie viele schöne Routen es gibt. Deutschland ist so vielseitig und schön – das haben wir unterwegs einmal mehr erfahren dürfen.

Text: Tobias Woggon

Fotos: Michael Kull

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