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Der Beginn einer neuen Saison

Vom Team Camp in Südafrika hin zum weltweiten Lockdown

Es ist Februar und wir sind in Stellenbosch, Südafrika. Beeindruckende Landschaften, hervorragendes Wetter, tolles Essen, großartige Kultur und eine einzigartige Mountainbike-Szene machen Südafrika zu einer der besten Trainingslocations der Welt. Fünf Frauen, die richtig hoch hinaus wollen, starten ihre diesjährige Reise. Doch am Ende kommt es wie aktuell überall auf der Welt anders als man denkt.

Alt und neu

Ein neues Jahr bedeutet für ein Team auch neue Gesichter, neues Material und neue Herausforderungen. Mountainbiking ist zwar ein Individualsport, doch jede Fahrerin wird nach Kräften unterstützt. Beim GHOST Factory Racing Team bleibt der Großteil des Teams unverändert und es gibt immer etwas zu tun.

Mit einer Mischung aus fünf Fahrerinnen unterschiedlicher Nationalitäten schafft das GHOST-Team eine angenehme Atmosphäre. Caroline Bohé aus Dänemark fährt ihr erstes Jahr im Team und gibt einen kleinen Einblick: „Wir hatten eine tolle Zeit in Südafrika. Ich war das erste Mal so richtig lange zusammen mit den anderen Fahrerinnen und der Crew. Es ist schön, alle in einem so entspannten Umfeld ohne Renndruck kennenzulernen.“

Tom Wickles, Team-Manager: „Wir hatten wirklich viel Spaß in Südafrika. Einige von uns begannen die Reise etwas früher mit dem „Tankwa Trek“ Etappen-Rennen. Das ganze Team an einem Ort vereint, das war ein echtes Highlight. Unsere neue Fahrerin Caroline und unsere neue Physiotherapeutin Kim haben alle anderen kennengelernt und hatten viel Spaß. Wir haben ein tolles Team und sind super aufgestellt, es kann losgehen.“

Die neue Realität

Das Team Camp in Südafrika ging gerade zu Ende, als das Coronavirus weltweit außer Kontrolle geriet. Die Einschränkungen der Krise betrafen die Fahrerinnen genau wie alle anderen. Barbara Benko steckte in Südafrika fest, weil Flüge storniert und Grenzen geschlossen wurden. „Für mich wurde es wirklich verrückt, weil ich nicht nach Hause fliegen konnte. Mit der Hilfe der ungarischen Botschaft kam ich schließlich nach Hause und habe jetzt etwas Zeit für mich. Aber die geschlossenen Grenzen machen alles schwieriger. Mein Freund kann mich nicht wie geplant besuchen kommen, aber wenigstens habe ich meine Familie um mich. Wir haben keine Ahnung, wann wir uns wiedersehen werden. Das macht die Sache sehr schwer. Aber jetzt geht die Gesundheit und die Bekämpfung des Virus vor.“

Die COVID-19-Situation birgt für alle unterschiedliche Herausforderungen. Sina Frei: „Natürlich ist die Situation für alle Menschen auf der Welt befremdlich. In der Schweiz dürfen wir aber immer noch nach draußen. Wir wissen nicht, wann und wie die Saison eröffnet wird, aber ich versuche, positiv zu bleiben und das Beste aus der Situation zu machen.“

Für Team-Manager Tom bedeutete die rasante Veränderung der Situation den Rückzug vom Cape Epic. „Diese Entscheidung habe ich mit Blick auf die Gesundheit aller Teammitglieder getroffen. Kurz darauf wurde das Cape Epic eh abgesagt. Wir konnten aufgrund dieser Entscheidung etwas länger in Südafrika bleiben, mussten aber dafür sorgen, dass alle sicher zurück nach Hause kamen. Und was andere Rennen angeht: Ich hoffe, es wird dieses Jahr überhaupt welche geben. Unser Team fühlt sich gut und das freut mich am meisten.“

Training, Ziele und Bewältigungsstrategien

Unser aller Alltag wurde auf den Kopf gestellt, die GHOST-Fahrerinnen sind da keine Ausnahme. Angesichts der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio und fehlender Informationen darüber, wann oder wie Weltcup-Rennen in diesem Jahr stattfinden werden, sind die Trainingspläne und Ziele hinfällig. Lisa Pasteiner beschreibt das wie folgt: „Dieses Virus hat praktisch alles auf Anfang November zurückgesetzt – auf Training ohne Rennen in Sicht oder Vorbereitung auf ein Ziel. Es gibt keine Frist bis zum Saisonhöhepunkt. Gleichzeitig ist es auch ein bisschen entspannter, weil wir mehr Zeit zur Vorbereitung haben. Ich freue mich wirklich, dass ich immer noch draußen Rad fahren darf, wenn auch mit Einschränkungen. Es ist eine komische Situation, aber wir werden das gemeinsam durchstehen. “

Anne Terpstra: „Unser Teamcamp wurde gerade noch rechtzeitig abgeschlossen, bevor die Corona-Krise die Welt voll erwischte. Jetzt bin ich mit Tom in Deutschland. Es gibt hier kein Sozialleben mehr, wir können niemanden besuchen und Tom hat sich ein Homeoffice eingerichtet. Zurzeit gibt es viele Herausforderungen, die wir irgendwie bewältigen müssen. Mir helfen Schreiben und Meditation, um klarzukommen und etwas aus der Situation zu machen, wie lange sie auch andauern wird.“

Startklar

Das Team ist bereit und das Trainingscamp in Südafrika hat eine starke Verbindung zwischen allen Mitgliedern geschaffen. Bis jetzt sind die Pläne ungewiss, doch wir tauschen uns mit den Teamkolleginnen über das Internet aus und sind zuversichtlich. Wir sitzen mit dem Rest der Welt im selben Boot. Träume sind vielleicht vorübergehend auf Eis gelegt, doch diese Träume sind es, die uns in schwierigen Zeiten motivieren. Bleibt gesund, hoffentlich sehen wir uns schon bald wieder!

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Text: Irmo Keizer

Fotos: Andreas Dobslaff

Video: Lars Veenstra

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