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Tobi Woggon ist zwischen dem Pott und dem Rheinland aufgewachsen und früher so oft es ging 50km nach Dortmund gefahren, um dort zu Mountainbiken. Dass sich der Pott aber auch gut zum graveln eignet, hat er erst bei dieser Tour herausgefunden!

 

TOBIS GRAVEL BIKE

Hand aufs Herz: Wer von euch war schon mal im Ruhrgebiet? Und wer von euch hat nicht mindestens einmal gedacht, das Ruhrgebiet sei, nur eine Region durchzogen von Autobahnen, Eisenbahnen und Schnellstraßen, die sich durch Industrieanlagen, Fabriken und viel zu enge Wohnsilos schneiden. Dazwischen rauchende Schlote, krachender Lärm und kleine spießbürgerliche Arbeitersiedlungen. Da will man nicht hin. Da ist schlechte Luft und überall Lärm.

Erwischt! 2022 könnt ihr all diese Vorurteile über Board werfen und euch selbst ein Bild davon machen, was die Region und deren rund 5 Mio. Einwohner im Westen Deutschlands ausmacht.

Es kann einfach nicht sein, dass eine Fläche von 4500 km², die gleichzeitig der größte Ballungsraum Deutschlands und der viertgrößte Europas ist, noch immer so unterschätzt wird.

In der Gravel-Geschichte mit Tobi Woggon wollen wir euch mitnehmen in die Welt des Potts und euch eine Route zeigen, die ihr auf Komoot verfolgen und nachfahren könnt.

Wo fängt der Pott an – Wo hört er auf?

 

Die liebevoll „Pott“ genannte Region umfasst mit seinen fünf Kernstädten

 

  • Duisburg
  • Essen
  • Bochum
  • Dortmund
  • Hagen

 

Durch den ganzen Pott gravelt ihr durch die Geschichte des Kohleabbaus, dessen Ende erst in den 50er Jahren mit der Kohle und Stahlkrise eingeleitet wurde.

 

Wie bekam die Region ihren Namen „Pott“?

Die heute verwendete Bezeichnung „Pott“ kommt vom Kohle Abbau. Tobi hat uns erklärt, dass das Gebiet früher den Namen „Kohlepott“, also Kohletopf, trug. Heute nur noch bekannt als „Pott“.

Erst 2018 schloss die letzte Zeche (Prosper Haniel) ihre Pforte und das große Buddeln war vorbei. Zu aufwändig, zu ineffizient und letztendlich aus ökologischer Sicht auch nicht mehr zukunftsfähig.

Mittlerweile hat sich die Region stark gewandelt. Die alte „dreckige“ Bergbau Ära ist beendet und hat Platz gemacht für Dienstleistung, Forschung, Kultur und Tourismus. Viele Zechen und Hochöfen sind als Industriedenkmale zu touristischen Magneten geworden.

Aus einfachen Arbeitersiedlungen wurden teils schöne Wohngebiete, es entstanden große Universitäten und aus einigen Innenstädten wurden wahre Kultur und Shoppingmeilen, während sich in den Innenstadtrandlagen teils hippe Szeneviertel entwickelten. (z.B. Rü, Kreuzviertel, Ehrenfeld).

Auch wenn von dem einst so schmoddrigen Ruhrgebiet nicht mehr viel übrig ist, zieht sich auch heute noch die A40 quer durch den Pott und teilt ihn in den „reichen Süden“ und „armen Norden“.

Und genau dort im Norden hat sich eine phänomenale Spielwiese - grade für Gravel Biker - entwickelt, denn die ganze Erde, die neben der Kohle aus der Tiefe gefördert wurde, liegt links und rechts hübsch aufgeschüttet auf dekorativen Halden, die man per Gravel Bike easy erklimmen kann.

Um zu zeigen wie tiefgreifend der Wandel sein kann, startete Tobi weit im Westen. 

 

Graveln zwischen Kaminen und Hochöfen

Weiter geht es Richtung Norden zum stillgelegten Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich. Hier entstand rund um das alte Werk ein gigantischer Landschaftspark, der zum Erkunden der Industrieanlagen einlädt. Mit den Gravelbikes ist es ideal, zwischen den Hochöfen, Kaminen und allerhand Rohren durchzufahren.

Wir tauchen direkt hinein in den Moloch des Duisburger Hafens. Europas größter Binnenhafen. Hier reihen sich Containerschiffe aneinander, osteuropäische LKWs stehen vor dunklen Lagerhallen und manch windige Gestalten komplettieren das Bild.

Nahezu nahtlos grenzt Duisburgs Innenhafen. Sofort befindet sich Tobi inmitten modernster Bürogebäude, die promenadenmäßig am Wasser gelegen sind. Hier dümpeln kleine Motoryachten an der Kaimauer, die mit schicker Gastronomie gepflastert. Direkt vier km nach Start hat man die krassen Kontraste die das Ruhrgebiet liefert perfekt erlebt. Es geht der Ruhr entlang flussaufwärts ans Städtedreieck Duisburg / Oberhausen/ Mühlheim.

Das Einzige was man hier nicht sieht sind Städte. Im Gegenteil: Kurz hinter der A3 gelangt man in die Natur. Wieder einer dieser Kontraste, die das Ruhrgebiet ausmachen.
 

Wenn dir NRW zu Füßen liegt

 

Das nächste Ziel ist die Halde Haniel. Mit 184m über Null die zweithöchste Halde im Pott und vom Umgebungsniveau immer noch knapp 160m hoch. Für Tobi also ein gutes Nachmittags-Ziel.

Oben bietet sich ein spektakulärer Rundblick. Alle ziehen die Handys, um die Insta Storys zu füttern. Eben noch fuhr man auf ausgewaschenen Schotter Trails durch dichten Wald und innerhalb Sekunden liegt einem halb NRW zu Füßen.

  • Süden: Ruhrgebiet
  • Norden: Nichts als Wald und Grün

 

Der Blick geht fast bis ins Münsterland. Und man selbst steht in einer Landschaft, die dem Mars ziemlich ähnlich zu sein scheint.

Spätestens an diesem Punkt war klar, dass der Pott einiges bereithalten würde. Daher machte sich Tobi auf den Weg zur wohl bekanntesten Landmarke – dem Tetraeader – einer dreiseitigen Pyramiden auf der Halde Beckstrasse in Bottrop, die mit 90m (über Umgebungsniveau) knapp an der 100m kratzt.

 

 

 

 

 

Die Aussicht ist abermals spektakulär! Die Abenteuerlust war geweckt.

Die nächsten Halden waren:

  • Halde Rungenberg
  • Schurenbachhalde im Essener
  • Die Schurenbachhalde mit neuem MTB Trail erweitert

 

Eben noch mitten im Moloch der Großstadt und jetzt hoch oben auf einer Schotterebene die von Grün umrandet ist. Enger können Kontraste sich nicht kommen.

Weitere Zwischenziele waren:

  • Zeche Zollverein aka. „Eiffelturm des Ruhrgebiets“ und „schönste Zeche der Welt“
  • Halde „Rheinelbe“ mit ihrer Spitze namens Himmelstreppe

 

Die Halde Rheinelbe zieht uns fast die letzten Körner aus den Satteltaschen. Die letzten Meter über die steile Himmelstreppe nehmen wir zu Fuß.

Nun radelt Tobi weiter südöstlich durch Bochum, vorbei an Planetarium und Bergbaumuseum, um schon bald wieder an der Ruhr zu stehen.

Hier ist von „Pott“ nichts mehr zu sehen.

  • Natur
  • Grün
  • Seichte Hügel

Dazu ein paar Villenanwesen und der große Kemnader See auf dem Segelboote ihre Runden ziehen. Tobi schien südlich der A40 zu sein…

Durch Wald und Wiesen geht es Richtung Witten.

 

Geheimtipp:

Auf dem Weg liegt Eddis Wurst und Durstexpress. Seit über 50 Jahren wird hier eine sagenhafte Currywurst gebraten und hat Eddies Laden unter die Top3 der besten Pott Pommesbuden katapultiert.
 

Graveln wo andere Filme drehen

Von hier ging es weiter Richtung Norden- ab zur Bismarkstrasse nach Gelsenkirchen.


Als kleinen Geheimtipp für Cineasten und Rustikaltouristen: Biegt in den  biegen Ahlmannshof ein! Eine Wohnstrasse die unmittelbar an das Zechengelände Consolidation angrenzt und tatsächlich noch heute so aussieht wie vor 50 Jahren.

Da ist man fast verwundert, dass niemand mit Brikett und Grubenlampe unterm Arm entgegenkommt. Ganz logisch also, dass genau diese Strasse als Kulisse in Caroline Links Film „Der Junge muss an die frische Luft“ diente. Viel originaler wird’s nicht.
 

Hier gelangt man zum wunderschönen Phönixsee. Der Phoenix-See ist ein künstlich angelegter See auf dem ehemaligen Stahlwerksareal Phoenix-Ost im Dortmunder Stadtteil Hörde.

Er wurde und wird als Vorzeigeprojekt für den Strukturwandel der Stadt Dortmund und des Ruhrgebiets diskutiert. In den anliegenden Villen sollen einige Top Stars des BVB Ihren Unterschlupf gefunden haben.
 

Weiter geht die Fahrt Richtung Osten mit Zwischenhalten.

  • Aplerbeck
  • Sölde

auf der Suche nach einem Schlusspunkt für die Tour, der ihr gerecht wird. Da die Tour so stilvoll in der Schimanski Gasse begonnen hat, über zig Drehorte vom „Das Wunder von Bern“ und die Straße aus Kerkelings Kindheit ging, kann sie eigentlich nur da enden, wo auch ein Meilenstein deutscher Kino Geschichte sein Finale hatte.

Der Kultfilm BangBoomBang (seit seinem Kino Start 1999 läuft er immernoch regelmäßig im UCI Bochum) hatte sein Showdown am Flughafen Dortmund und so ist es klar dass genau hier die Fahrt für Tobi das Finale bereit hielt.

Obwohl die Tour rückblickend auf Komoot angesehen ein ZickZack-Bild ergibt, hat Tobi bei weitem nicht alles gesehen, was es zu entdecken und zu ergraveln gibt. Außerdem ist klar, dass diese Tour ein Muss für Graveler ist. Keine der Halden hätten wir auf seichtem Asphalt erklimmen können.

Rennrad wäre also ein No-Go. Und selbst Tobias, der sonst in so entlegenen Gegenden wie Peru, Chile oder Kamchatka seine Abenteuer radelt, kam oft aus dem Staunen nicht heraus und war begeistert von der Vielfalt hier im Pott.

 

ROAD RAGE ESSENTIAL

Mit diesem Bike war Tobi unterwegs

  • GRAVELRACER MIT MTB-GENEN
  • BREITE REIFEN UND SCHUTZBLECHE MÖGLICH
  • INNENVERLEGTE ZÜGE
  • FLASCHENHALTERAUFNAHME
  • FLATMOUNT-STANDARD FÜR HYDRAULISCHE SCHEIBENBREMSEN

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